KAMMERTHEATER RHEINLAND

Aktuelle Produktion

Das KAMMERTHEATER RHEINLAND präsentiert als szenische Lesung:

E M P F Ä N G E R   U N B E K A N N T   (Deutsch von Heidi Zerning)

" A d d r e s s  U n k n o w n "  heißt der Roman der amerikanischen Autorin Kathrine Kressmann Taylor, der erstmals 1938 im New Yorker Literaturmagazin "Story" erschien. Mit wenigen Sätzen dokumentiert er die tiefgreifenden Veränderungen zu Beginn des Dritten Reiches. Als Briefwechsel zwischen dem Deutschen Martin und dem Juden Max zeichnet er in bewegender Schlichtheit das Auseinanderbrechen einer Freundschaft zwischen zwei "Bildungsbürgern" in den Monaten um Hitlers Machtergreifung.

 

"Alle Freunde und Bekannten müssen in diesem Jahr A d r e s s a t   u n b e k a n n t  von Kressmann Taylor lesen. Es sind nur knapp 70 Seiten, aber die haben es in sich wie nichts sonst, was ich in diesem Jahr gelesen habe. Als ich es ausgelesen hatte, stockte mir der Atem und ich hoffte, ich hätte alles falsch verstanden. Sofort noch mal - nein, es war genau so. Und es war und ist eine Sensation dieses Buch über den Tod einer Freundschaft, den Tod zweier Menschen, den Hass, die Dummheit, die Rache. Diese Erzählung ist perfekt und unvergesslich."

„Ich würde wieder mehr Vertrauen in dieses Land haben, wenn ich diese Taschenbuchausgabe in den nächsten Monaten und Jahren aus vielen Jackentaschen ragen sähe. Ich träume von einer morgendlichen vollen U-Bahn in Berlin, in der Hunderte von Menschen Kressmann Taylor lesen, aufsehen und sich mit Blicken gegenseitig versichern: NIE WIEDER.“

(Elke Heidenreich)

 

Die beiden Schauspieler und Kabarettisten Michael Meierjohann und Wolfgang Müller-Schlesinger (ehem. Kommödchen Düsseldorf) spielen die beiden Freunde und gestalten den Briefwechsel als szenische Lesung mit Bühnenbild und Musikeinspielungen nach einer Inszenierung der bekannten Film- und Theaterregisseurin Petra Clemens. Aufführungen des 70-minütigen Stückes an Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien (ab Stufe 10) haben gezeigt, dass der Stoff, die Inszenierung und die Schauspieler ohne Weiteres 200-300 Schüler in ihren Bann ziehen können.